Libration heißt das leichte Schwanken des Mondes, durch das im Lauf der Zeit 59 statt 50 Prozent seiner Oberfläche sichtbar werden.
Der Mond dreht sich genau einmal pro Umlauf um sich selbst und zeigt uns deshalb immer dieselbe Seite. Ganz starr ist der Anblick aber nicht: Weil seine Bahn eine Ellipse ist und seine Achse geneigt steht, wippt er scheinbar hin und her und lässt uns abwechselnd ein Stück über den östlichen, westlichen, nördlichen und südlichen Rand schauen.
Über die Jahre kommen so 59 Prozent der Oberfläche in Sicht statt der erwarteten Hälfte. Wer den Mond über einen Monat mit dem Fernglas verfolgt, sieht die Randkrater wandern.