Erdschein ist das schwache Leuchten der unbeleuchteten Mondfläche, verursacht vom Sonnenlicht, das die Erde zum Mond zurückwirft.
In den Tagen um Neumond ist neben der hellen Sichel oft auch der Rest der Mondscheibe schwach zu erkennen, aschgrau statt schwarz. Das Licht dafür kommt von der Erde: Wolken, Ozeane und Eisflächen werfen Sonnenlicht zurück, das den Mond erreicht und von dort ein zweites Mal zu uns zurückkommt.
Leonardo da Vinci erklärte den Effekt als Erster richtig. Am kräftigsten ist der Erdschein im Frühjahr, wenn die Nordhalbkugel viel Wolken- und Schneefläche zeigt. Für das Auge reicht ein dunkler Standort und eine schmale Sichel.