Himmelsuhr

Mondlauf und Mondphasen

Aufsteigender Mond

Auch: Aufsteigende Kraft

Kurz gesagt

Aufsteigender Mond heißt die knapp vierzehntägige Strecke, in der der Mond von Nacht zu Nacht höher über den Horizont steigt.

Der aufsteigende Mond hat mit der Mondphase nichts zu tun. Gemeint ist die Höhe seiner Bahn: Von Schütze bis Zwillinge klettert der Mond von Nacht zu Nacht ein Stück höher über den Horizont, wie die Sonne zwischen Winter und Sommer. Diese Strecke dauert knapp vierzehn Tage und wiederholt sich in jedem siderischen Monat.

Die gärtnerische Überlieferung schreibt der aufsteigenden Zeit hochsteigenden Saft zu. Es ist die Zeit zum Ernten, Pfropfen und für alles, was oben am Wuchs geschieht. Aussaat und Umpflanzen bleiben dagegen der absteigenden Zeit vorbehalten.

Heute läuft der Mond absteigend, seine Deklination beträgt -26,7°. Die nächste Wende: 22. August (untere Mondwende).

Siehe auch

  • Absteigender MondAbsteigender Mond heißt die knapp vierzehntägige Strecke, in der der Mond von Nacht zu Nacht flacher über den Horizont läuft.
  • AussaatkalenderEin Aussaatkalender überträgt den Mondlauf auf die Gartenarbeit und nennt für jeden Tag, welcher Pflanzenteil an der Reihe ist.
  • DeklinationDie Deklination gibt an, wie weit nördlich oder südlich des Himmelsäquators ein Gestirn steht. Sie bestimmt, wie hoch es über den Horizont steigt.
  • MondwendeDie Mondwende ist der Tag, an dem der Mond seine höchste oder tiefste Bahn erreicht und von aufsteigend auf absteigend umschlägt.
  • SonnenwendeZur Sonnenwende erreicht die Sonne ihren höchsten oder tiefsten Stand des Jahres — um den 21. Juni und den 21. Dezember.
  • Zunehmender MondZunehmender Mond heißt die knapp fünfzehntägige Strecke vom Neumond bis zum Vollmond, in der die beleuchtete Fläche jeden Abend größer wird.

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