Ein Aussaatkalender überträgt den Mondlauf auf die Gartenarbeit und nennt für jeden Tag, welcher Pflanzenteil an der Reihe ist.
Der Aussaatkalender ist die gärtnerische Form des Mondkalenders. Er verbindet die Elementzuordnung der Sternbilder mit den vier Pflanzenteilen und ergänzt sie um die auf- und absteigende Zeit. Aussaat und Umpflanzen fallen in die absteigende Zeit, Ernte und Veredelung in die aufsteigende.
Die verbreitete Fassung geht auf die Arbeit von Maria Thun zurück, die ab den 1950er Jahren über Jahrzehnte Anbauversuche mit Radieschen durchführte und daraus eine Tageseinteilung ableitete. Ihre Einteilung folgt eigenen Sternbildgrenzen und weicht an rund hundert Tagen im Jahr von der offiziellen astronomischen Zuordnung ab.
Wir rechnen nach den IAU-Grenzen und weisen die Sternbildwechsel auf die Stunde aus, statt eine gedruckte Tabelle zu übernehmen.