Himmelsuhr

Tagesqualitäten und Kalender

Aussaatkalender

Auch: Gartenmondkalender · Pflanzkalender

Kurz gesagt

Ein Aussaatkalender überträgt den Mondlauf auf die Gartenarbeit und nennt für jeden Tag, welcher Pflanzenteil an der Reihe ist.

Der Aussaatkalender ist die gärtnerische Form des Mondkalenders. Er verbindet die Elementzuordnung der Sternbilder mit den vier Pflanzenteilen und ergänzt sie um die auf- und absteigende Zeit. Aussaat und Umpflanzen fallen in die absteigende Zeit, Ernte und Veredelung in die aufsteigende.

Die verbreitete Fassung geht auf die Arbeit von Maria Thun zurück, die ab den 1950er Jahren über Jahrzehnte Anbauversuche mit Radieschen durchführte und daraus eine Tageseinteilung ableitete. Ihre Einteilung folgt eigenen Sternbildgrenzen und weicht an rund hundert Tagen im Jahr von der offiziellen astronomischen Zuordnung ab.

Wir rechnen nach den IAU-Grenzen und weisen die Sternbildwechsel auf die Stunde aus, statt eine gedruckte Tabelle zu übernehmen.

Siehe auch

  • Absteigender MondAbsteigender Mond heißt die knapp vierzehntägige Strecke, in der der Mond von Nacht zu Nacht flacher über den Horizont läuft.
  • Aufsteigender MondAufsteigender Mond heißt die knapp vierzehntägige Strecke, in der der Mond von Nacht zu Nacht höher über den Horizont steigt.
  • IAU-SternbildgrenzenDie IAU-Sternbildgrenzen sind die 1928 festgelegten, exakt vermessenen Linien, die den Himmel in 88 Sternbilder aufteilen.
  • MondholzMondholz ist Holz, das an bestimmten Tagen des abnehmenden Mondes geschlagen wurde und als besonders dauerhaft gilt.
  • MondkalenderEin Mondkalender ordnet jedem Tag den Stand des Mondes zu und leitet daraus ab, wofür der Tag nach der Überlieferung geeignet ist.
  • WurzeltagWurzeltage sind die Tage, an denen der Mond in einem Erd-Sternbild steht: Stier, Jungfrau oder Steinbock.

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