Die IAU-Sternbildgrenzen sind die 1928 festgelegten, exakt vermessenen Linien, die den Himmel in 88 Sternbilder aufteilen.
Bis ins zwanzigste Jahrhundert war unklar, wo ein Sternbild aufhört und das nächste beginnt. 1928 beauftragte die Internationale Astronomische Union den belgischen Astronomen Eugène Delporte, klare Grenzen zu ziehen. Er legte sie entlang von Linien konstanter Rektaszension und Deklination fest, bezogen auf das Bezugssystem des Jahres 1875.
Seither hat jeder Punkt am Himmel eine eindeutige Adresse. Diese Grenzen sind das Maß, mit dem wir jede Mond- und Sonnenposition einem Sternbild zuordnen. Weil sich der Sternhimmel durch die Präzession weiterdreht, rechnen wir die Grenzen für jedes Datum auf den aktuellen Stand um, statt eine feste Tabelle stehen zu lassen.
AussaatkalenderEin Aussaatkalender überträgt den Mondlauf auf die Gartenarbeit und nennt für jeden Tag, welcher Pflanzenteil an der Reihe ist.
EphemerideEine Ephemeride ist eine Tabelle oder Rechenvorschrift, die für jeden Zeitpunkt die Position eines Himmelskörpers angibt.
PräzessionPräzession ist das langsame Kreiseln der Erdachse. Es verschiebt den Frühlingspunkt in 25.800 Jahren einmal rund um den Tierkreis.
SchlangenträgerDer Schlangenträger ist das dreizehnte Sternbild auf der Sonnenbahn. Die Sonne steht Ende November und Anfang Dezember rund achtzehn Tage lang in ihm.
Siderischer TierkreisDer siderische Tierkreis nimmt die tatsächlichen Sternbilder am Himmel als Maß und sagt, vor welchem Sternbild ein Gestirn wirklich steht.
SternbildEin Sternbild ist eine benannte Figur am Himmel mit fest vermessenen Grenzen. 88 davon teilen den gesamten Himmel lückenlos auf.