Bis ins zwanzigste Jahrhundert war unklar, wo ein Sternbild aufhört und das nächste beginnt. 1928 beauftragte die Internationale Astronomische Union den belgischen Astronomen Eugène Delporte, klare Grenzen zu ziehen. Er legte sie entlang von Linien konstanter Rektaszension und Deklination fest, bezogen auf das Bezugssystem des Jahres 1875.
Seither hat jeder Punkt am Himmel eine eindeutige Adresse. Diese Grenzen sind das Maß, mit dem wir jede Mond- und Sonnenposition einem Sternbild zuordnen. Weil sich der Sternhimmel durch die Präzession weiterdreht, rechnen wir die Grenzen für jedes Datum auf den aktuellen Stand um, statt eine feste Tabelle stehen zu lassen.