Der siderische Tierkreis misst die Positionen von Sonne, Mond und Planeten gegen die wirklichen Sternbilder. Er ist an den Fixsternhimmel gebunden und wandert mit ihm. Wenn wir sagen, der Mond steht heute im Stier, dann steht er wirklich vor den Sternen des Stiers, und ein Fernglas zeigt es.
Die Sternbilder sind dabei ungleich groß, weil sie gewachsene Bilder sind und keine Rechenfelder. Die Jungfrau nimmt über vierzig Grad ein, der Skorpion nur sieben. Der Mond bleibt entsprechend unterschiedlich lange in einem Bild, zwischen anderthalb und dreieinhalb Tagen. Genau diese Ungleichheit macht die Auskunft genauer als jedes gleichmäßige Raster.
Wir rechnen jede Tagesauskunft siderisch, nach den Sternbildgrenzen der Internationalen Astronomischen Union. Heute steht der Mond im Sternbild Skorpion, die Sonne im Sternbild Löwe.