Die Mondbahn ist gegen die Ekliptik um gut fünf Grad geneigt. Sie schneidet die Erdbahnebene in zwei gegenüberliegenden Punkten, den Mondknoten. Am aufsteigenden Knoten wandert der Mond nach Norden, am absteigenden nach Süden. Die alten Namen dafür lauten Drachenkopf und Drachenschwanz.
Weil eine Finsternis nur entstehen kann, wenn Sonne, Erde und Mond wirklich auf einer Linie liegen, braucht es dafür einen Neu- oder Vollmond nahe einem Knoten. Deshalb kommen Finsternisse in Serien und nicht in jedem Monat. Die Knotenlinie selbst wandert rückwärts durch den Tierkreis und braucht dafür 18,6 Jahre.
In der astrologischen Tradition markieren die Knoten die Entwicklungsachse eines Geburtsbildes. Ihre Wiederkehr alle 18,6 Jahre gilt als einer der deutlichsten Marker im Leben.